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Ihr Gartenratgeber, Ihre Agrar-Jobplattform

Alles was Sie brauchen, von der Haselnussgartenpflege bis zur saisonalen Jobsuche.

Findik App

Landarbeiter und Arbeitgeber treffen sich auf einer Plattform. Inserieren, bewerben und kommunizieren.

Findik App Screenshot

Findik im Überblick: Erntehelfer-App und Wissensbibliothek für den Haselnussgarten

Findik ist als Antwort auf ein sehr praktisches Problem entstanden: In den Haselnussregionen läuft die Suche nach Erntehelfern bis heute über Mundpropaganda. Wer im August zwölf Pflücker für zehn Tage braucht, telefoniert sich durch Verwandtschaft und Nachbarschaft. Die Findik-App macht daraus eine Anzeige mit klaren Angaben — wie viele Personen gesucht werden, für welchen Zeitraum, zu welchem Tagelohn und ob Unterkunft und Verpflegung gestellt werden. Wer Arbeit sucht, sieht die Anzeigen der eigenen Region, kennt die Bedingungen schon vor der Anreise und bewirbt sich mit einem Fingertipp. Anzeige aufgeben und sich bewerben ist kostenlos. Mehr über die App.

Der zweite Teil des Projekts ist diese Website. Unter Mein Garten sammeln wir alles, was im Haselnussgarten über das Jahr hinweg anfällt, geordnet nach dem Rhythmus der Saison. Der Pflegekalender geht Monat für Monat durch: Winterschnitt und Entfernen der Wurzelbrut, die frostgefährdeten Wochen im Frühjahr, Bodenbearbeitung, schließlich Ernte und Trocknung im Spätsommer. Pflege und Schnitt behandelt Kronenaufbau, Bewässerung und Erntetechnik ausführlicher.

Am weitesten ausgebaut ist der Bereich Düngung. Statt eines Sammelartikels bekommt jeder Dünger eine eigene Seite: die Stickstoffträger — Harnstoff 46-0-0, Ammoniumsulfat 21-0-0, Ammoniumnitrat und Kalkammonsalpeter — und wie unterschiedlich sie sich auf den von Natur aus sauren Böden der Schwarzmeerküste verhalten; Phosphor über DAP und Harnstoffphosphat; Kaliumsulfat für die Kernfüllung; die Mikronährstoffe Bor und Zink, deren Mangel häufiger ertragsbegrenzend wirkt als angenommen; Stallmist, organomineralische Dünger und Blattdüngung; und schließlich die Kalkung, die darüber entscheidet, wie viel von allem anderen überhaupt aufgenommen werden kann. Den Anfang macht in jedem Fall die Boden- und Blattanalyse; ein Düngungsprogramm fasst die einzelnen Gaben zu einem Jahresplan zusammen.

Nach demselben Muster sind Krankheiten und Schädlinge aufgebaut: Schadbild, Auftreten im Jahresverlauf, Bekämpfung und Spritzzeitpunkt. Zum Mehltau gibt es zwei Beiträge, einer davon zur Art Erysiphe corylacearum, die sich nach 2016 in den türkischen Beständen ausgebreitet hat und inzwischen auch aus Italien und Georgien gemeldet wird. Bakterienbrand, Astkrebs, Wurzelfäule und das Haselnuss-Mosaikvirus haben jeweils einen eigenen Ratgeber, ebenso der Haselnussbohrer und der Citrusbockkäfer.

Jede Zahl, jede Aufwandmenge und jedes Datum auf dieser Seite geht auf eine Primärquelle zurück — das türkische Ministerium für Landwirtschaft und Forsten, das Haselnuss-Forschungsinstitut in Giresun, die Provinzdirektionen oder begutachtete Fachliteratur. Die Quellen stehen mit Link am Ende jedes Artikels, Veröffentlichungs- und letztes Aktualisierungsdatum ganz oben, damit erkennbar bleibt, wie aktuell ein Text ist. Einen Vorbehalt wiederholen wir bewusst: Kein Beitrag ersetzt die Bodenanalyse. Angaben in Kilogramm je Baum oder je Dekar sind Ausgangswerte aus regionalen Versuchen — die für Ihren Garten passende Menge ergibt sich aus Ihrer eigenen Analyse und der Beratung durch die örtliche Landwirtschaftsdirektion. Kurze Antworten auf häufige Fragen finden Sie in den FAQ.