Was ist Kalkammonsalpeter (KAS)?
Kalkammonsalpeter — international auch als CAN (Calcium Ammonium Nitrate) bezeichnet — ist ein granulierter oder geprillter Kopfdünger mit 26 % Stickstoff (N). In der Düngerkennzeichnung erscheint er als 26-0-0: Er enthält weder Phosphor noch Kalium und ist damit eine reine Stickstoffquelle.
Zwei Merkmale unterscheiden KAS von anderen Stickstoffdüngern:
- Die Hälfte des Stickstoffs liegt in Ammoniumform (NH₄⁺), die andere Hälfte in Nitratform (NO₃⁻) vor — etwa 13 % Ammoniumstickstoff und 13 % Nitratstickstoff.
- Er enthält Kalk (CaCO₃) beziehungsweise Dolomitkalk (CaCO₃ + MgCO₃). Dieser Füllstoff wird bei der Herstellung zugesetzt, um die Explosionsneigung des Ammoniumnitrats zu verringern; als Nebeneffekt liefert er dem Boden Calcium.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Formulierung | 26-0-0 |
| Gesamtstickstoff (N) | 26 % |
| Ammoniumstickstoff (NH₄-N) | ca. 13 % |
| Nitratstickstoff (NO₃-N) | ca. 13 % |
| Füllstoff | Kalk (CaCO₃) / Dolomitkalk |
| Physikalische Form | Gelb-cremefarbene Prills oder Granulat |
| Bodenreaktion | Neutral — senkt den pH-Wert nicht |
| Anwendungsart | Kopfdüngung (Bodenapplikation) |
KAS oder Ammoniumnitrat?
Ammoniumnitrat (AN) mit 33 % und KAS mit 26 % werden häufig verwechselt. Beide enthalten Ammonium- und Nitratstickstoff; der Unterschied liegt im Kalkfüllstoff des KAS. Dieser senkt den Stickstoffgehalt von 33 % auf 26 %, macht den Dünger aber sicherer in der Handhabung und deutlich besser für saure Böden geeignet. Die von den türkischen Ministeriumsquellen für Haselnüsse empfohlene Form ist KAS.
Warum ist er die richtige Stickstoffquelle für Haselnüsse?
Das ist der Kernpunkt dieses Beitrags. Die Wahl des Stickstoffdüngers im Haselnussanbau lässt sich von der Chemie der Schwarzmeerböden nicht trennen.
Die Böden der Schwarzmeerregion sind sauer
Haselnuss entwickelt sich am besten bei einem Boden-pH von 5,5–6,5. Die hohen Niederschläge der Region waschen jedoch Calcium und Magnesium über die Jahre aus dem Profil aus, sodass ein Großteil der regionalen Böden in den sauren Bereich abdriftet.
Die Veröffentlichung des Haselnuss-Forschungsinstituts zur Anbautechnik benennt die Folgen deutlich: Ein saurer Boden behindert die Aufnahme von Stickstoff, Phosphor und Kalium und erhöht zugleich die Löslichkeit von Elementen wie Eisen und Aluminium bis hin zur toxischen Wirkung.
KAS versauert den Boden nicht zusätzlich
Dieselbe Quelle warnt: Wird ein sauer wirkender Dünger auf einen bereits sauren Boden ausgebracht, versauert dieser noch weiter. Genau darin liegt das eigentliche Risiko von Ammoniumsulfat (21-0-0) im Haselnussanbau — so nützlich sein Schwefelgehalt auch sein mag, seine stark versauernde Wirkung drückt einen ohnehin niedrigen pH-Wert weiter nach unten.
KAS ist dagegen ein neutral reagierender Dünger. Beim Lösen im Bodenwasser entstehen ein positiv geladenes Ammoniumkation und ein negativ geladenes Nitratanion; da sich die Ladungen ausgleichen, verändert sich der Boden-pH nicht.
Was sagt das Ministerium?
Die Formulierung in der Veröffentlichung Haselnuss-Anbautechnik des Haselnuss-Forschungsinstituts ist eindeutig: Da die überwiegende Mehrheit der Böden der Schwarzmeerregion sauren Charakter aufweist, kann Kalkammonsalpeter bei Haselnüssen bedenkenlos eingesetzt werden. Auch die Provinzdirektion Giresun nennt KAS mit 26 % gerade wegen des sauren Charakters der Haselnussgärten in der Region als bevorzugte Stickstoffquelle.
Der eigenständige Nutzen des Calciums
Calcium ist nicht nur eine pH-Frage. Es ist Baustein der Zellwand und beeinflusst unmittelbar die Festigkeit von Schale und Kern, die Wurzelentwicklung und die physikalische Bodenstruktur. In sauren Böden ist der austauschbare Calciumgehalt in der Regel niedrig — eine KAS-Gabe schließt einen Teil dieser Lücke.
Was bringt das Verhältnis von Ammonium und Nitrat?
Die etwa hälftige Aufteilung auf zwei Stickstoffformen ist kein Zufall, sondern eine bewusste Konstruktion:
- Nitratstickstoff (NO₃⁻) — schnelle Wirkung. Er wird von den Wurzeln direkt und rasch aufgenommen und liefert in Phasen starken Wachstums und der Kernfüllung eine sofortige Antwort. Laut der technischen Information von Toros Tarım liegen etwa 75 % des gesamten von Kulturpflanzen über die Vegetationsperiode aufgenommenen Stickstoffs in Nitratform vor.
- Ammoniumstickstoff (NH₄⁺) — anhaltende Wirkung. Da er positiv geladen ist, wird er von den Tonmineralen und organischen Kolloiden des Bodens festgehalten und mit dem Gießwasser nicht ohne Weiteres ausgewaschen. Nitrifizierende Bodenbakterien wandeln ihn nach und nach in Nitrat um und verteilen die Stickstoffversorgung so über einen längeren Zeitraum.
Das Ergebnis: Aus einer einzigen Gabe entstehen sowohl eine sofortige Wirkung als auch ein Depoteffekt. Bei Haselnüssen bedeutet das kräftigen Triebzuwachs beim Austrieb im Frühjahr und eine lückenlose Stickstoffversorgung in den folgenden Wochen.
Wann wird er bei Haselnüssen ausgebracht?
Stickstoff ist ein sehr mobiles Element im Boden. Wird er zu weit vor dem Bedarf der Pflanze ausgebracht, geht er durch Auswaschung oder gasförmig verloren. Deshalb stimmen alle Ministeriumsquellen in einem Punkt überein: geteilte Gaben.
Erste Gabe — Ende Februar / März
Die Hälfte der empfohlenen Menge wird unmittelbar vor dem Austrieb ausgebracht. Das Haselnuss-Forschungsinstitut beschreibt dieses Fenster als „Ende Februar bis Anfang März”. Die Provinzdirektion Giresun nennt aus der Praxis heraus nach dem 15. März — je nach Höhenlage und Witterung des Jahres kann sich das von Garten zu Garten um zwei bis drei Wochen verschieben.
Zweite Gabe — Ende Mai / Anfang Juni
Die verbleibende Hälfte wird während der Blütenknospenbildung ausgebracht. Diese Phase bestimmt den Ertrag des Folgejahres; ein Stickstoffdefizit macht sich hier direkt in der nächsten Saison bemerkbar. Die Provinzdirektion Giresun setzt diese Gabe auf nach dem 20. Mai an.
Auswaschungsrisiko in einer niederschlagsreichen Region
Das Nitration ist negativ geladen, Tonminerale können es nicht vollständig binden. In niederschlagsreichen Regionen wie der Schwarzmeerküste — und besonders auf sandigen, leichten Böden — kann ein Teil des Nitratstickstoffs unter die Wurzelzone ausgewaschen werden. Das Gegenmittel ist genau die geteilte Gabe: Statt einer hohen Einmalgabe die Menge zu halbieren, verringert die Verluste und versorgt den Baum in beiden kritischen Phasen. Bringen Sie an Tagen mit angekündigten Starkniederschlägen keinen Dünger aus.
Nach Juli keinen Stickstoff mehr geben. Späte Stickstoffgaben verlängern das Triebwachstum, der Baum schließt die Verholzung nicht ab und geht ungeschützt in den Winter. Den vollständigen Jahreskalender finden Sie in unserem Düngungsprogramm-Ratgeber.
Wie wird er ausgebracht?
Die Ausbringungsweise ist ebenso wichtig wie die Menge selbst. Die von den Ministeriumsquellen beschriebene Methode lautet:
Den Dünger in einem 30–40 cm breiten Band unter den Astenden der Haselnusssträucher ausstreuen und 5–10 cm tief in den Boden einarbeiten.
✓ Schritte der KAS-Anwendung
- ✓ Die Linie der Astenden (Traufzone) bestimmen — dort konzentrieren sich die feinen Saugwurzeln
- ✓ Entlang dieser Linie ein 30-40 cm breites Band ansetzen
- ✓ Die berechnete Düngermenge gleichmäßig in diesem Band ausbringen
- ✓ Mit Rechen oder Hacke 5-10 cm tief einarbeiten
- ✓ Niemals direkt am Stammfuß düngen — das führt zu Wurzelverbrennungen
- ✓ Bei gut abgetrocknetem, leicht feuchtem Boden ausbringen
Ist das Einarbeiten zwingend? Nicht so kritisch wie bei Harnstoff — laut der technischen Information von Toros Tarım tritt bei KAS, wenn er eingearbeitet oder vor Regen beziehungsweise Bewässerung ausgebracht wird, kein Stickstoffverlust in Form von Ammoniak (NH₃) auf, wie er bei Harnstoff üblich ist. Das Einarbeiten verhindert dennoch, dass die Körner an der Oberfläche liegen bleiben und mit dem Oberflächenabfluss fortgeschwemmt werden — auf hängigen Haselnussgärten ein spürbarer Unterschied.
Wie wird die Dosis berechnet?
Schritt 1: Den Reinstickstoffbedarf aus der Bodenanalyse ableiten
In den Düngeempfehlungen von TAGEM richtet sich die Stickstoffgabe für Haselnüsse in der Schwarzmeerregion nach dem Humusgehalt des Bodens:
| Organische Substanz im Boden | Reinstickstoffbedarf (kg N/Dekar) |
|---|---|
| 0 – 1,0 % | 20 |
| 1,1 – 2,0 % | 18 |
| 2,1 – 3,0 % | 16 |
| 3 % und mehr | 14 |
Quelle: TAGEM Düngeempfehlungen, Stickstofftabelle für die Schwarzmeerregion. Ein Dekar entspricht 1.000 m².
Schritt 2: Reinstickstoff in Düngermenge umrechnen
Dieselbe Veröffentlichung nennt die offiziellen Umrechnungsfaktoren:
| Dünger | Stickstoffgehalt | Umrechnungsfaktor |
|---|---|---|
| Kalkammonsalpeter (KAS) | 26 % | × 4,0 |
| Ammoniumsulfat (AS) | 21 % | × 5,0 |
| Ammoniumnitrat (AN) | 33 % | × 3,0 |
| Harnstoff | 46 % | × 2,2 |
Rechenbeispiel: Die Bodenanalyse ergibt 2,5 % organische Substanz → Empfehlung 16 kg Rein-N je Dekar → 16 × 4,0 = 64 kg KAS je Dekar. Die Hälfte davon (32 kg) im März, die andere Hälfte (32 kg) Ende Mai oder Anfang Juni.
Dosis je Stock
Für alle, die lieber je Stock als je Dekar rechnen, hier die von der Provinzdirektion Giresun für Haselnüsse im Vollertrag veröffentlichten Werte:
| Gabe | KAS 26 % | Harnstoff (46 %) |
|---|---|---|
| 1. Gabe (März) | 650 g/Stock | 375 g/Stock |
| 2. Gabe (Ende Mai) | 650 g/Stock | 375 g/Stock |
| Gesamt | 1.300 g/Stock | 750 g/Stock |
Bei Jungpflanzen: Das Haselnuss-Forschungsinstitut empfiehlt 40 g KAS 26 % je Jungpflanze — die Hälfte Anfang März, die Hälfte Ende Mai bis Anfang Juni. Mit dem Heranwachsen der Pflanze wird die Menge schrittweise auf das Niveau des Vollertrags angehoben.
Diese Zahlen sind ein Ausgangspunkt
Die oben genannten Mengen sind allgemeine Empfehlungen aus amtlichen Veröffentlichungen. Ihre genaue Dosis hängt vom Ergebnis Ihrer Bodenanalyse, vom Humusgehalt und pH-Wert Ihres Gartens, vom Alter der Sträucher, von der Pflanzdichte und vom Ertragsziel ab. Lassen Sie vor jeder Düngung eine Bodenanalyse durchführen und das Ergebnis von Ihrer Provinz- beziehungsweise Kreisdirektion für Landwirtschaft oder einem Agraringenieur auswerten.
KAS, Ammoniumsulfat und Harnstoff im Vergleich
| Kriterium | KAS (26-0-0) | Ammoniumsulfat (21-0-0) | Harnstoff (46-0-0) |
|---|---|---|---|
| Stickstoffgehalt | 26 % | 21 % | 46 % |
| Stickstoffform | 13 % Ammonium + 13 % Nitrat | Vollständig Ammonium | Amid- (Harnstoff-) Stickstoff |
| Zusätzlicher Nährstoff | Calcium (Kalk/Dolomit) | 24 % Schwefel (S) | Keiner |
| Wirkung auf den Boden-pH | Neutral — nicht versauernd | Stark versauernd | Leicht versauernd |
| Ammoniakverlust (NH₃) | Praktisch keiner | Gering | Hoch, wenn oberflächlich belassen |
| Nitratauswaschung | Nitratanteil kann ausgewaschen werden | Gering | Mittel (nach Umwandlung) |
| Wirkungsgeschwindigkeit | Schnell + anhaltend | Langsam, anhaltend | Mittel (Hydrolyse erforderlich) |
| Dünger je kg Rein-N | ca. 4,0 kg | ca. 5,0 kg | ca. 2,2 kg |
| Wann bei Haselnüssen wählen | Saure Schwarzmeerböden — die Ministeriumsempfehlung | Bei nachgewiesenem Schwefelmangel und ausreichendem pH | Kostenorientiert, wenn Einarbeiten möglich ist |
Wie ist die Tabelle zu lesen? Harnstoff ist je Stickstoffeinheit die günstigste Variante, doch bleibt er an der Oberfläche liegen, entweicht ein erheblicher Teil des Stickstoffs als Ammoniak; er muss eingearbeitet werden. Ammoniumsulfat wirkt mit 24 % Schwefel attraktiv, senkt auf saurem Boden den pH-Wert aber weiter ab — an der Schwarzmeerküste ist der jährliche Einsatz riskant, solange kein Schwefelmangel tatsächlich nachgewiesen ist. KAS liegt bei den Stickstoffkosten im Mittelfeld, passt aber am besten zu den Böden, auf denen Haselnuss wächst.
Ersetzt KAS die Kalkung?
Nein. Das ist eines der hartnäckigsten Missverständnisse.
Der Kalkfüllstoff im KAS macht den Dünger neutral — er verhindert eine Versauerung. Er hebt den Boden-pH aber nicht an. Die Rechnung in der technischen Information von Toros Tarım macht das deutlich: Ein Dekar Boden wiegt bis 20 cm Tiefe rund 250 Tonnen, während 20–40 kg KAS je Dekar und Jahr lediglich etwa 5–10 kg zusätzlichen Kalk einbringen. Hinzu kommt, dass sich Kalk in Wasser nur sehr langsam löst.
Liegt Ihr Boden-pH unter 5,5, müssen Sie gesondert kalken. Das Haselnuss-Forschungsinstitut empfiehlt, die Kalkung alle 4–5 Jahre auf Grundlage einer Bodenanalyse bei Bedarf zu wiederholen. In dem Versuch von Özyazıcı (2014) auf saurem Boden führte die Deckung des Kalkbedarfs zu einem Mehrertrag von 29 % gegenüber der Kontrolle — die Ertragswirkung der Kalkung bei Haselnüssen ist messbar.
Kalk und Stickstoff nie gleichzeitig
Lassen Sie zwischen Kalkung und Stickstoffdüngung mindestens einen Monat verstreichen. Kalk beschleunigt gasförmige Stickstoffverluste. Wer im November/Dezember kalkt und im März Stickstoff gibt, vermeidet die Überschneidung ganz von selbst.
Lagerung und Sicherheit
- Trocken halten. KAS ist hygroskopisch; er zieht Feuchtigkeit und verklumpt. Nicht auf Vorrat lagern — saisonweise einkaufen.
- Säcke geschlossen halten. Geöffnete Säcke fest verschließen und nicht direkt auf den Boden, sondern auf Holzpaletten stellen.
- Kühl, trocken und gut belüftet lagern, vor direkter Sonneneinstrahlung und Wärmequellen geschützt.
- Getrennt von brennbaren Stoffen lagern. Der Kalkanteil senkt das Risiko gegenüber reinem Ammoniumnitrat erheblich, dennoch nicht zusammen mit Kraftstoff, Öl, Stroh oder anderem organischen Material aufbewahren.
- Ein weißer Belag auf der Bodenoberfläche ist normal. Der ungelöste Kalk- beziehungsweise Dolomitfüllstoff kann bei Oberflächenausbringung als weiße Körnchen sichtbar bleiben — das ist kein Zeichen für einen fehlerhaften Dünger.
Häufige Fehler
- Die Menge ohne Bodenanalyse festlegen. Ohne Kenntnis des Humusgehalts lässt sich die Stickstoffgabe nicht abschätzen. Blind ausgebrachter Dünger ist entweder Verschwendung oder Schaden.
- Die gesamte Menge auf einmal geben. Unter den feuchten Bedingungen am Schwarzen Meer wird das Nitrat ausgewaschen. Die Gabe immer auf März und Ende Mai aufteilen.
- Am Stammfuß düngen. Die Saugwurzeln liegen unter der Traufzone. Dünger am Stammfuß bleibt wirkungslos und verursacht Wurzelverbrennungen.
- Den Dünger an der Oberfläche liegen lassen. In hängigen Gärten wird er mit dem Oberflächenabfluss fortgeschwemmt. 5–10 cm tief einarbeiten.
- KAS als Kalkung verbuchen. Liegt der pH-Wert unter 5,5, muss zusätzlich Kohlensaurer Kalk ausgebracht werden.
- Nach Juli Stickstoff geben. Das verlängert das Triebwachstum, stört die Winterhärtung und erhöht das Frostrisiko.
- Kalk und KAS im selben Zeitraum ausbringen. Das erhöht die Stickstoffverluste; mindestens einen Monat Abstand lassen.
- Überdüngung. Zu viel Stickstoff macht das Blattgewebe weich, erhöht die Anfälligkeit für Echten Mehltau und senkt die Kernqualität.
Zusammenfassung: KAS-Checkliste
- Warum KAS? Die Schwarzmeerböden sind sauer; KAS reagiert neutral und versauert sie nicht weiter. Die Ministeriumsquellen empfehlen ihn für Haselnüsse.
- Inhalt: 26 % Stickstoff — zur Hälfte schnell wirkendes Nitrat, zur Hälfte anhaltendes Ammonium, dazu ein Kalkfüllstoff als Calciumquelle.
- Zeitpunkt: Die Hälfte Ende Februar bis März, die andere Hälfte Ende Mai bis Anfang Juni. Niemals nach Juli.
- Anwendung: In einem 30–40 cm breiten Band unter den Astenden ausstreuen und 5–10 cm tief einarbeiten.
- Menge: Die Reinstickstoffempfehlung aus der Bodenanalyse mit 4,0 multiplizieren. Richtwert je Stock: 1.300 g/Jahr im Vollertrag, 40 g/Jahr bei Jungpflanzen.
- Die Kalkung ist eine eigene Maßnahme: Liegt der pH-Wert unter 5,5, alle 4–5 Jahre nach Analyseergebnis kalken.
- Phosphor und Kalium gesondert: KAS liefert ausschließlich Stickstoff. Für Phosphor Harnstoffphosphat oder TSP verwenden, für Kalium Kaliumsulfat.
Den vollständigen Jahresdüngekalender finden Sie in unserem Ratgeber Haselnuss-Düngungsprogramm; zur richtigen Probenahme und Ergebnisauswertung siehe unseren Bodenanalyse-Ratgeber.
📚 Haselnuss-Forschungsinstitut - Haselnuss-Anbautechnik 📚 Provinzdirektion für Land- und Forstwirtschaft Giresun 📚 TAGEM - Düngeempfehlungen 📚 Toros Tarım - Technische Information zu KAS 📚 Özyazıcı, G. (2014) - Turkish Journal of Agricultural Research📚Quellen
- Türkisches Ministerium für Land- und Forstwirtschaft - Haselnuss-Forschungsinstitut, Haselnuss-Anbautechnik
- Provinzdirektion für Land- und Forstwirtschaft Giresun - Zu beachtende Punkte bei der Stickstoffdüngung von Haselnüssen
- TAGEM - Düngeempfehlungen (Boden-Wasser-Düngeberatungsdaten)
- Toros Tarım - Technische Information zu KAS (Kalkammonsalpeter)
- Özyazıcı, G. (2014) - Kalk- und Schlammanwendung bei Haselnüssen auf sauren Böden, Turkish Journal of Agricultural Research
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